Chirurgische Tagesklinik Krefeld

Zentrum für Chirurgie, orthopädische Chirurgie, Gefäßchirurgie, Sportmedizin
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Der Leistenbruch PDF Drucken E-Mail

Unter einem Leistenbruch versteht man eine sackartige Ausstülpung des Bauchfells durch eine Lücke in der Bauchdecke. Dabei treten Eingeweideteile aus dem Bauchraum aus und führen zu einer Vorwölbung im Bereich der Leiste, die manchmal schmerzhaft ist. Der Leistenbruch ist die häufigste Erkrankung, die chirurgisch behandelt wird. Männer sind viermal häufiger betroffen als Frauen.

Die meisten Brüche sind angeboren. Faktoren, die die Entstehung eines Leistenbruches fördern können, sind Druckerhöhung im Bauchraum zum Beispiel bei Husten, Verstopfung, Schwangerschaft, oder beim Heben schwerer Lasten. Übergewicht kann auch ein auslösender Faktor sein. Der Arzt stellt die Diagnose durch eine körperliche Untersuchung, einUltraschall (Sonographie) kann hilfreich sein. Obwohl die meisten Leistenbrüche ungefährlich sind, können sie jedoch jederzeit zu einer bedrohlichen Komplikation, nämlich einer Einklemmung führen. Dabei wird eine in der Bruchöffnung eingeklemmte Darmschlinge nicht ausreichend durchblutet und stirbt ab. Die Einklemmung muss so schnell wie möglich operiert werden, ansonsten droht eine lebensgefährliche Bauchfellentzündung. Da sich ein Leistenbruch niemals von alleine zurückbildet, sondern in aller Regel an Größe zunimmt und die Gefahr der Einklemmung droht, sollte jeder Leistenbruch operiert werden. Ein Bruchband wird heute als Behandlungsmethode abgelehnt, denn ein Bruchband kann die Ursache des Leistenbruches nicht beheben und schädigt durch den Druck das Gewebe. Mit modernen Verfahren kann die Operation in aller Regel ambulant durchgeführt werden.
Zur Wahl stehen im Wesentlichen drei Verfahren:1. Die Hinterwand des Leistenkanals wird verstärkt, indem bestimmte Schichten der Bauchwand gedoppelt werden (Operation nach Shouldice). 2. Endoskopische Verfahren (Schlüssellochchirurgie), die aber international aufgrund der Komplikationsmöglichkeiten wieder auf dem Rückzug sind. Und 3. die zur Zeit favorisierten Verfahren, bei denen die Hinterwand des Leistenkanals durch ein Kunststoffnetz verstärkt wird. Hierzu stehen seit kurzer Zeit sehr leichte und reißfeste Titannetze zur Verfügung. Durch die modernen Operationsverfahren (Netztechnik) sind die Schmerzen nach der Operation, vor allem aber die Möglichkeit eines erneuten Leistenbruches (Rezidiv) sehr gering. Diese sogenannte Rezidivrate ist stark von der Erfahrung des Operateurs abhängig. Als Anhaltspunkt sollte die persönliche Durchführung von mindestens 100 Leistenbruchoperationen im Jahr dienen

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